Der Schuh als Waffe

Die Namen Manolo Blahnik, Jimmy Choo und Christian Louboutin sind weltbekannt. Die drei zählen zu den begehrtesten Designern von Schuhen. Und sie befinden sich in guter Gesellschaft. Von anderen Männern! Es ist merkwürdig, über die Schuhe dieser Herren wird ständig berichtet, doch es wird nie näher darauf eingegangen, dass sie keine weibliche Konkurrenz haben. Wie kann es sein, dass sich nur Männer um die Füße der Frauen kümmern, wo doch Frauen Schuhe sogar manchmal mehr lieben als alles andere?

Ein Herz und eine Sohle

Liest man sich die Biografien der Designer durch, fällt auf, das alle in einem vorgradig weiblichem Umfeld aufgewachsen sind. Ob die Mutter nun alleinerziehend war oder die Familie generell sich in Tanzlokalen zusammen fand, die Füße von Frauen fanden immer auf irgendeine Art den Weg in den Kopf des Mannes. Und mit ihnen der Wunsch, sich um sie zu kümmern. Alle heutigen großen Desoigner fingen bereits im Jugendalter mit dem Design an. Der Franzose Louboutin gibt sogar zu, die Schuhe als Waffe einer Frau anzusehen, mit denen sie sich den Weg in der Männerwelt frei tritt.

Zum laufen nicht geeignet

Außerdem stimmen die Herren überein, dass die Schuhe mehr ein Statement und Mittel zum Flirt sind als wirklich als Fortbewegungsmittel zu dienen. Schließlich kann man bei Absätzen von mehr als 12 cm nicht erwarten, dass Frauen darin weiter laufen, als bis zur nächsten Bank. Immerhin fällt es inzwischen sogar den besten Models schwer, den Laufsteg in den neuesten Stücken der Designer zu überqueren.